NRW-Lockerungen - Freibad-Saison startet trotz Corona

NRW-Lockerungen - Freibad-Saison startet trotz Corona

Sommer und ein Besuch im Freibad gehören einfach zusammen. Wer das wegen der Coronavirus-Krise aber bereits abgeschrieben hatte, darf sich jetzt freuen: Als eines der ersten Bundesländer erlaubt NRW nun die Öffnung von Freibädern unter bestimmten Auflagen! Hier findet ihr die wichtigsten allgemeinen Infos sowie einige kreative Konzepte zur Umsetzung dieser Einschränkungen.

Nach einem kurzfristigen Beschluss der Landesregierung startet nun am Mittwoch, den 20. Mai die Freibad-Saison in Nordrhein-Westfalen. Unter strengen Hygiene-Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus dürfen die rund 340 Freibäder passend zu Christi-Himmelfahrt also wieder öffnen. Zur Umsetzung dieser Auflagen haben sich einige Betreiber bereits kreative Konzepte ausgedacht. Wenn ihr neben diesen Regeln eures Lieblingsbades auch folgende generelle Hinweise beachtet, steht eurem Tagesausflug ins kühle Nass nichts mehr im Wege!

Die Bedingungen zur Öffnung der Freibäder sind in der Anlage "Hygiene- und Infektionsschutzstandards" des Landes geregelt. Dort heißt es beispielsweise: "Der Zutritt zum Freibad ist so zu regeln, dass nicht mehr Kundinnen und Kunden in das Freibad gelangen als Plätze und Anlagen unter Wahrung der allgemeinen Abstandsregeln nutzbar sind. Ersatzweise ist als Maßstab pro 10 qm Fläche im Freibad nicht mehr als 1 Gast zuzulassen". Zudem müssen die Betreiber des Bades die Kontaktdaten ihrer Kunden und den jeweiligen Besucherzeitraum festhalten, so wie es auch in Cafés und Restaurants aktuell der Fall ist. In geschlossenen Räumen, wie Umkleidekabinen, herrscht Maskenpflicht. Nach dem Besuch müssen Gäste sich die Hände waschen. Außerdem gilt zum Leid aller spontanen Spielkinder: "Der Verleih von Schwimmutensilien (Schwimmnudeln, Tauchringe etc.) ist unzulässig". Selbst mitgebrachte Gegenstände sind hingegen erlaubt. Auch gastronomische Angebote wie Eis-Stände und Pommesbuden dürfen öffnen!

Die durch Kölnbäder betriebenen Freibäder Stadionbad, Höhenbergbad, Lentpark und Zollstockbad öffnen laut einem Info-Schreiben zwar am 21. Mai ihre Türen, allerdings zunächst für eine kurze Testphase bis zum 24. Mai. Danach wird über die Webseite der Bäder über die künftigen Öffnungen informiert. Um das jeweilige Bad in der Testphase besuchen zu können, müsst ihr euch zunächst auf der Webseite registrieren und anschließend ein e-Ticket kaufen. Sondernutzungsgruppen, darunter Inhaber eines KölnPasses, Schwerbehindertenausweises oder einer Vorteilskarte, haben zudem die Möglichkeit, vor Ort eine Karte zu erwerben.

Auch der Hageweiher in Aachen bittet Besucher ohne Bonuskarten, ihre Tickets online zu kaufen. Außerdem plant das Bad einen Schwimmkreisverkehr, der auf der Webseite der Stadt näher beschrieben ist: "In den Becken werden immer zwei Bahnen zusammen abgetrennt, so dass Schwimmerinnen und Schwimmer in eine Richtung hin und in die andere zurück schwimmen können. Dann bleibt eine Bahn daneben gesperrt. Dann folgt wieder eine abgetrennte Doppelbahn, dann wieder eine gesperrte und so weiter". Maximal dürfen sich 280 Besucher in einem Zeitfenster von zwei Stunden in dem Bad aufhalten. Danach muss die komplette Gruppe das Bad verlassen und es folgt eine Reinigungspause. Anschließend begrüßt das Bad die nächsten Besucher. Das Bad öffnet am 20. Mai.

Im Bergfreibad in Ochtrup ist der Ablauf ähnlich geregelt. Dort dürfen maximal 100 Gäste nach einer vorherigen online Anmeldung für zwei Stunden das Bad besuchen. Die Rutsche und der Sprungturm sind gesperrt. Weitere Informationen findet ihr hier. Das Bergfreibad öffnet nach aktuellem Stand ebenfalls am 20. Mai.

Auch in Verl darf ab dem 20. Mai nur in "Einbahnstraßen" geschwommen werden. Über ein Ampelsystem möchte man außerdem den Zugang zu den Umkleiden und den Duschen regeln. Dazu haben aufgrund der vorgeschriebenen namentlichen Registrierung der Badegäste ausschließlich Besucher mit einer Dauerkarte Zutritt zum Freibad. Allerdings dürfen dafür sogar 500 Besucher das Bad betreten. Alle weiteren Informationen findet ihr auf der Webseite des Freibads. Dort könnt ihr auch sehen, wie viele Besucher sich aktuell im Bad befinden.

Die Umsetzung der Regelungen ist den Bädern individuell überlassen. In dieser Liste findet ihr zur Orientierung eine Vielzahl an Freibädern und Badeseen in Nordrhein-Westfalen. Auf den Webseiten der einzelnen Bäder findet ihr gegebenenfalls weitere Informationen bezüglich der Umsetzung.

Photocredit: Drew Dau/Unsplash