Was darf im Tour-Reisekoffer auf keinen Fall fehlen?
Bücher! Auf der letzten Tour hatte ich eine „Hobby-Kiste“ dabei. Darin war viel zum Lesen, aber auch eine analoge Kamera um hier und da ein Foto zu machen. Leider habe ich sie am Ende viel zu selten verwendet und die Filme bis heute nicht entwickelt.
Welchen Gegenstand vergisst du immer wieder daheim?
Meine In-Ear Hörer. Horror.
Und welchen Gegenstand verlierst du andauernd auf Tour?
Klamotten. Keine Ahnung wie, aber irgendwie vermisse ich einige Shirts, Pullis, Jacken und mehr. Teilweise sind da Sachen dabei, die ich echt gerne mochte. Vielleicht haben ja ein paar der Sachen überlebt und leben jetzt weiter an jemand anderem.
Was steht bei dir ganz oben auf der Catering-Wunschliste?
Veganer Allerlei, immer stark: Pasta.
Das Schlimmste, was du jemals im Festivalcatering gegessen hast?
Dinge, wo man nicht genau wusste, was es war und was es sein soll.
Was ist der beste On-Tour-Snack?
Tatsächlich diese Trink-Mahlzeit Flaschen von Huel – ohne Werbung machen zu wollen – aber die füllen das Loch im Magen sehr gut und man bildet sich ein, nicht allzu ungesund unterwegs zu sein. Oder aber: Wir hatten eine sehr intensive Sandwich-Zeit, als wir unseren Sandwich-Toaster mit auf Tour genommen haben. Irgendwie ist die Phase vorbeigegangen, aber nie vergessen.
Dixie-Klo – oder lieber drei Tage einhalten?
Dixie. Logo! Da muss man durch. Ob man will oder nicht. Letztes Mal: Download Festival UK.
Was ist euer Pre-Show-Ritual?
Einsingen.
Alkohol vor dem Auftritt – yay oder no-go?
Die eine Hälfte der Band: yes, yes die andere Hälfte: no, never. Ich verrate aber: Ich gehöre zur anderen Hälfte.
(Wie) hältst du dich fit auf Tour?
Lesen. Man muss auch irgendwie fit im Kopf bleiben. Für den Sport-Teil des Fit seins haben wir unsere Show.
Was war eure mieseste Festival-Performance? Und wieso?
Wir haben 2022 erst beim Greenfield Festival in der Schweiz gespielt und sind direkt nach dem Auftritt losgefahren, um nach England aufs Download Festival zu kommen. Wir haben unseren Slot verpasst und wussten das bereits in Frankreich bei der UK Border Control in Calais. Wir hatten durch Corona zwei Jahre auf den Gig gewartet und dann das. Das war wirklich hart beschissen.
Und wie sieht eine bestmögliche Performance bei euch aus?
Am schönsten wird es, wenn alles im herrlichen Chaos verschmilzt. Je verrückter, desto besser.
Wann und wo war dein erstes privat besuchtes Festival?
Rock im Park 2005 in Nürnberg mit Bands wie Green Day. Im selben Jahr auch Frequency Festival – damals war das Festival noch in Salzburg und die Tickets für 3 Tage haben nur 80 € gekostet. Ich glaube damals haben Oasis, die Hosen und The Roots gespielt.
Welche*n Künstler*in würdest du gerne mal im Backstage treffen?
Bruce Springsteen. Auch wenn ich keine Ahnung habe, kann ich mir vorstellen, dass er wirklich nett ist. Wer weiß sowas schon bei solchen Stars und Legenden, aber ich mag die Vorstellung sehr.
Der beste Festivalauftritt (von einer anderen Band), den du je gesehen hast?
Ich weiß es ehrlich gesagt nicht mehr so genau, aber das letzte Konzert, dass mir mal wieder gezeigt hat, wie wundervoll und magisch Musik sein kann, war von KIASMOS. Ich war im Backstage in München und habe dort die beiden Musiker Janus Rasmussen und Olafur Arnalds gesehen. Das war unfassbar. Das ganze Set, die Sounds, das Licht, es hat alles gepasst. Ich liebe solche Abende, an denen ich mich wieder in meine große Liebe Musik neu verlieben kann.




