Zweifellos werden das mal wieder vier geschäftige Tage, wenn ab dem 16. September der Hamburger Stadtteil Sankt Pauli zum Reeperbahn Festival einlädt und internationale Bands und Künstler:innen in diversen Clubs auf und abseits der Amüsiermeile auftreten. Mit einem Post auf Instagram haben die Veranstaltenden nun noch mal auf die sich verdichtende Besetzung hingewiesen. Das bedeutet auch, dass interessierte Besucher:innen gewissenhaft ihre Hausaufgaben machen müssen, um für sich das beste aus dem Line-up herauszufiltern. Die Möglichkeiten sind bei rund 600 Auftritten schließlich schier endlos.
Beitrag auf Instagram ansehen
Wir bei VISIONS haben uns schon mal ein wenig mit dem Programm auseinandergesetzt. Zum Abschluss am Samstagabend etwa gibt es zwei Auftritte in der schicken Elbphilharmonie. Einerseits mit Jazz vom Moses Yoofee Trio (19:00 Uhr), andererseits mit ätherischen, düster-mystischen Klängen von Organistin und Sängerin Anna von Hausswolff (22:45 Uhr).
Außerdem können wir bereits Empfehlungen für folgende Bands aussprechen: Arcy Drive aus New York spielen sympathischen, folkigen Indierock. Bleech 9:3 aus dem UK gönnen dem 90er Grunge ein Update. Concrete Vehicles spielen jazzig-proggigen Post-Hardcore. Cory Hanson, Mastermind hinter Wand, spielt Indie mit proggigen Akzenten. Shoegaze irgendwo zwischen Vorbildern wie Cocteau Twins und Slowdive spielen Deary. Die UK-Post-Punk-Vollbedienung bieten sowohl Fat Dog als auch Gans. Headsend sind ein frisches, ziemlich grungiges Rock-Trio aus Australien. Hinter dem komischen Namen Hiqpy steckt sympathischer Indie-Grunge-Pop. Jule wiederum ist eine Indie-Singer/Songwriterin mit Punk-Background. Keo aus England sind ebenfalls stark vom Grunge der 90er beeinflusst. Rock spielen die drei Kanadierinnen Les Shirley, die in ihrer Heimat bereits die Foo Fighters supportet haben. Eine Band, die wir eh längst lieben, sind Maria Iskariot aus Gent und ihr flämisch intonierter Riot-Grrrl-Rock. Master Peace wiederum ist ein Rapper – aber einer, der immer wieder und immer gut mit Indie und Rock flirtet. Die Modern Woman spielt schön angeschrägten Indie-Art-Rock. Die Briten Overgrown spielen eine Art Nu-Grunge-Gaze. Auch Roomer mögen es shoegazig und dreampoppig, vor allem aber melancholisch. Sonic Boom – einst eine Hälfte von Spacemen 3 und zuletzt im Team mit Panda Bear – sorgt für psychedelische Soundscapes. Richtig guten, frischen Hardcore spielen Skirt. aus Hamburg, von Still Talk aus Köln gibt es Emo-Pop-Punk zu hören. Sperling wiederum verbinden ihren Post-Hardcore mit rap-artigem Gesang.
20 Jahre Flatstock
Teil des Reeperbahn Festivals ist zum 20. Mal auch die Poster-Ausstellung Flatstock. Die findet sich seit einigen Jahren im Festival Village auf dem Heiliggeistfeld. Diesmal sind 24 internationale Künstler:innen aus Kolumbien, den USA, UK, Irland, Belgien, Spanien, Italien, den Niederlanden, Mannheim, Saarbrücken, Leipzig, Dresden, Magdeburg, München, Berlin und Hamburg mit dabei.
Und weil es ein Jubiläum zu feiern gilt, gibt es einen Extrastand zur Geschichte der Flatstock mit Fotos, Postern und Texttafeln sowie ein Beiprogramm mit Q&A, Poster-Signings, Überraschungsband, Führungen, einer Lesung von Musikjournalist Matthias Hufnagl, Live-Siebdruck auf Textil und vielem mehr. Das Beste ist, dass der Zutritt zum Festival-Village und damit auch der Flatstock-Ausstellung auch für Menschen möglich ist, die kein Festivalticket besitzen.
Du willst mehr News von Indie bis Punk? Auf visions.de findest du täglich aktuelle Musik-News, Reviews und Interviews.



