Fusion Festival - Elektro-Event abgesagt

Das Fusion Festival in Mecklenburg-Vorpommern wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Die Gründe dafür sowie wichtige Gedankengänge zur aktuellen Situation haben die Veranstalter in einem umfangreichen Statement auf ihrer Website ausgeführt.

Vom 24. bis zum 28. Juni hätte das Elektro-Festival Fusion in Lärz stattfinden sollen. Infolge der herrschenden Coronavirus-Pandemie mussten die Veranstalter das Event nun aber absagen. "Angesichts der Lage und der Aussichten, die wir jetzt sehen, können wir das Festival in diesem Jahr nicht durchführen. Das ist bei aller Bitterkeit der Entscheidung vor allem der gemeinsamen Verantwortung geschuldet, die wir alle haben, damit die Covid 19 Pandemie eingedämmt werden kann", heißt es in einem ausführlichen Statement auf der Festival-Website. Da man außerdem davon ausgehen müsse, dass es noch lange dauern werde, bis Festivals wieder wie gewohnt möglich sein werden, sei eine Verschiebung der Fusion um einige Monate ebenfalls keine Option gewesen. "Die logistischen Voraussetzungen für die erfolgreiche Durchführung der Fusion sind darüber hinaus viel zu komplex, als dass wir das einfach um ein paar Monate verschieben könnten", erklären die Veranstalter.

Bereits erworbene Tickets für das ausverkaufte Festival behalten für die Ausgabe im nächsten Jahr ihre Gültigkeit. Auch ein neuer Termin steht schon fest: Vom 30. Juni bis zum 4. Juli 2021 soll die Fusion nachgeholt werden. Besucher, die diesen Termin nicht wahrnehmen können, können ihre Karten aber auch zurückgeben. Erstattet wird dann der Ticketpreis inklusive Müllgebühr sowie die Bearbeitungs- und Versandkosten. Die normalerweise bei Rückgabe der Tickets erhobene Stornierungsgebühr von 10 Euro wolle man an dieser Stelle zwar nicht einfordern, dafür aber als freiwilligen Solibeitrag für die Kulturkosmos Stiftung und das Netzwerk der Fusion zur Option stellen. "Die neue gesetzliche Regelung, wonach Inhaber:innen von Eintrittskarten mit Gutscheinen statt Erstattungen entschädigt oder abgespeist werden können, nimmt das Fusion Festival somit nicht in Anspruch", heißt es von den Veranstaltern. Alle weiteren Infos zur Unterstützung der durch das Coronavirus finanziell stark geschädigten Kulturszene könnt ihr auf der Festival-Website nachlesen.

Zudem machen sich die Veranstalter in ihrer Stellungnahme für ein Leben nach der Corona-Krise stark und appellieren an die Politik und jeden einzelnen von uns, aktiv zu werden und sich für unser kulturelles Leben einzusetzen: "Den Entscheider:innen in dieser Krise muss klar und deutlich vermittelt werden: Kultur ist systemrelevant! und wir werden nicht hinnehmen, dass für den Kampf gegen das Virus alles geopfert wird, was nicht der Gesundheit oder der Wirtschaft dient. Es ist höchste Zeit, einen offenen Diskurs zu führen, wie wir nicht nur unser Gesundheitswesen, sondern auch unsere Kultur, Bürgerrechte und unser Anspruch auf ein selbstbestimmtes Leben über diese Krise hinaus retten! Ländergrenzen, Einreiseverbote, innerdeutsche Grenzen führen nur zu Grenzen in den Köpfen der Menschen und werden das Virus nicht besiegen. Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker! Wenn sich diese Gesellschaft durch diese Krise fundamental ändern wird, dann ist es an uns allen, dies, wo immer wir können, zum Besseren zu drehen und zu retten was uns wichtig ist."

Da das Line-up der Fusion immer erst kurz vor dem Festival angekündigt wird, sind dazu keine weiteren Informationen bekannt. Welche Acts im kommenden Jahr bei dem Event zu sehen sein werden, bleibt also weiterhin eine Überraschung. Für die Veranstalter stehe ohnehin zunächst die allgemeine Rettung der Konzert- und Festivalszene im Vordergrund. "Der Kampf um unsere Zukunft hat gerade begonnen", schreiben sie dazu.

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