Stell dich in einem Satz vor.
Hallo, ich bin Rob von Don Broco, und wir sind eine britische Alternative-Rock-Band.
Was ist dein Lieblingssnack auf Tour?
Das sind mit Marmite überbackene Cashews. Ich weiß nicht, ob es die in Deutschland gibt, aber die Kombination aus dem rauchigen Marmite-Geschmack und einer Cashew, ist grandios. Auf Tour könnte ich locker eine Packung davon pro Tag verputzen.
Was inspiriert eure Liveshow?
Die Energie – wenn ich Bands oder Künstler, egal welches Genres, auf der Bühne sehe, möchte ich, dass sie voll und ganz in die Musik eintauchen. Das sind diejenigen, die mich am meisten inspirieren: Menschen, die sich auf der Bühne völlig verlieren und dich dadurch visuell in die Musik entführen. In unseren Anfängen waren es genau diese Bands, die auf der Bühne alles gegeben haben, die uns dazu inspiriert haben, die Band zu werden, die wir heute sind.
Welchen persönlichen Helden würdest du gerne einmal treffen?
Ich würde sehr gerne mal System of a Down treffen. Das ist eine Band die ich schon sehr lange liebe und zu der ich immer wieder zurückkehre. Jedes Mal, wenn ich mir wieder ein Album von System of a Down anhöre, überrascht es mich aufs Neue. Sie sind eine unglaubliche Band, eine sehr vielseitige Gruppe von Musikern, die sich zusammengetan haben, um etwas ganz Besonderes zu schaffen. Ich würde sie gerne treffen, ihnen ein paar Fragen stellen und einfach ein bisschen quatschen.
Hast du ein Post-Show-Ritual?
Ich habe kein richtiges Ritual nach dem Konzert, ich genieße es einfach, noch ein bisschen abzuhängen, ein Bier zu trinken und mir Zeit zu nehmen, um von der Show herunterzukommen. Ich bin meistens der Letzte, der bereit ist, den Veranstaltungsort zu verlassen – ich brauche lange, um nach einem Gig wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzukommen. Ich kann nicht einfach abschalten und ins Bett gehen, ich muss erst alles an Energie aus meinem System herauslassen.
Was macht eine gute Performance aus?
Das Wichtigste ist meiner Meinung nach, dass der Künstler sich wirklich für seine Songs interessiert und so wirkt, als wäre er gerne dort. Ich habe schon Leute auftreten sehen, bei denen es nicht so aussah, als hätten sie Spaß, und es ist sehr schwer, einen Auftritt zu genießen, wenn jemand scheinbar nur Dienst nach Vorschrift macht. Ich glaube, dieser Aspekt der Freude – sei es ein Lächeln im Gesicht oder die Leidenschaft dahinter – ist so wichtig; sonst wirkt das Ganze ein bisschen flach.
Welche*r Künstler*in hat dich dazu inspiriert, selbst Musik zu machen?
Es gibt so viele Künstler, die mich inspiriert haben. Zu Beginn waren es vor allem Metallica, Blink 182 und Limp Bizkit, aber eine der Bands, die uns dazu inspiriert hat, tatsächlich eine richtige Band zu gründen, waren Biffy Clyro. Wir haben sie in kleinen Clubs im ganzen Land gesehen, als sie mit ihrem ersten Album getourt sind. Zu sehen, wie sie in immer größeren Veranstaltungsorten auftraten, war super inspirierend – vor allem, weil sie sich nicht um die vermeintlichen Regeln gekümmert haben, wie eine Band klingen soll. Sie haben etwas total Originelles und Frisches geschaffen. Zu sehen, wie sie damit trotzdem Erfolg hatten und ihre Arbeit lieben, hat uns dazu inspiriert, selbst zu den Instrumenten zu greifen und überhaupt erst zu versuchen, eine richtige Band zu werden.
Wenn du eine Supergroup gründen könntest mit bis zu drei anderen, beliebigen Musiker:innen (tot oder lebendig), wen würdest du auswählen?
Michael Jackson, Prince und James Brown … stell dir vor, sie hätten gemeinsam Musik gemacht! Es gibt eine Aufnahme von dem Moment, als sie tatsächlich alle drei auf der Bühne standen. Es muss der Wahnsinn gewesen sein, das live zu sehen.
Was war das erste Album, das du je mit deinem eigenen Geld gekauft hast?
„The Slim Shady LP“ von Eminem – ich erinnere mich, dass ich mich damit damals so cool gefühlt habe. Ich hatte bereits „My Name Is“ als Single auf CD, und als das Album dann herauskam, habe ich es mir geholt und mich total cool gefühlt, als ich es zu Hause in meinem Zimmer aufgelegt und alle Texte auswendig gekannt habe. Eminem war mein Einstieg in die Rap-Musik.
Welcher ist dein Go-to-Karaokesong?
„Wannabe“ von den Spice Girls! Auch wenn Eminem der erste Künstler war, von dem ich mir eine CD gekauft habe, habe ich mir damals auch das Spice-Girls-Album gewünscht. Ich war ein riesiger Spice-Girls-Fan und kannte den gesamten Text von „Wannabe“ auswendig – ich kenne ihn immer noch!
Welches ist dein absolutes Komfortalbum?
Mein Wohlfühlalbum ist „Born and Raised“ von John Mayer – das lege ich auf, wenn ich mich ruhig und entspannt fühlen möchte. In unserem Song „Nightmare Tripping“ gibt es eine Textzeile, in der ich darauf anspiele, dass im Hintergrund immer noch John Mayer läuft. Normalerweise spiele ich es zum Einschlafen auf meinem Handy über den Lautsprecher ab, sodass ich es nicht allzu gut hören kann. In dem Song „Nightmare Tripping“ geht es um eine bestimmte Reihe von Albträumen, die ich hatte, bei denen ich ständig aus diesen Albträumen aufwachte, und dieses Album lief die ganze Zeit über im Hintergrund weiter.
Was war der beeindruckendste Live-Auftritt, den du je gesehen hast?
Der beste Live-Auftritt, den ich je gesehen habe, war eine Band namens Maruja letztes Jahr in Glastonbury. Ich bin einfach so um 2 Uhr morgens zu ihrem Set gegangen, ohne zu wissen, was mich erwartet, und sie haben mich total umgehauen. Die Energie war unglaublich, die Stimmung in diesem Zelt war der Wahnsinn. Wenn du sie noch nie gesehen hast, kann ich dir keine bessere Band empfehlen, die du dir live ansehen solltest – vor allem, wenn du die Musik noch nicht kennst! Das wird mir noch lange als eines der überraschendsten und verrücktesten Erlebnisse in Erinnerung bleiben, die ich je hatte.
